Sammlung von Totenzetteln Bewinger Bürger

Die ersten bekannten Totenzettel wurden im Jahre 1663 in Köln gedruckt. Die Idee hinter dem Totenzettel ist, das Leben des Verstorbenen in kurzen prägnanten Lebensabschnitten aufzugliedern. Da damals jeder ein Gebetbuch mit in die Kirche genommen hat, war es praktisch, den Totenzettel mit in das Gebets- oder das Gesangbuch zu legen und an den Verstorbenen in der Kirche zu denken. Auch wurden noch bis ins Jahr 1930 Ablassgebete für den Verstorbenen mit auf den Totenzettel gedruckt. Für die Ahnenforschung sind die Totenzettel ein Glücksfall, da man anhand dieser ganze Stammbäume von Familien wieder herstellen kann. Je weiter man sich allerdings dem 20. Jahrhundert nähert, desto spärlicher werden die Informationen auf den Totenzetteln. Im alten Kreuderhaus hat Peter Schmitz unzählige Totenzettel aus Bewingen gefunden. Diese werden zur Zeit digitalisiert und archiviert. Danach werden sie mit der Liste der Bewinger Bürger und den Bildern aus dieser Zeit abgeglichen, so dass sich daraus ein „Lebendiges Stammbuch" von Bewingen ergeben wird.