Stadtteil Michelbach

Michelbach, seit 1.1.1974 Stadtteil von Gerolstein, liegt 7 km vom Stadtzentrum entfernt, in einem Seitental der Kyll.

Der Ort ist geprägt durch seine landschaftliche Schönheit, seinen Waldreichtum und liegt mitten in dem Europäischen Naturschutzgebiet (Fauna, Flora, Habitat) Gerolsteiner Kalkeifel. Mit 110 Haupt- und Nebenwohnsitzen gehört Michelbach zu den kleinsten Orten des Gerolsteiner Landes, dennoch wird er als „Geheimtip“ *)oder „Hot-Spot“ des Naturschutzes**) bezeichnet. 

Michelbach wird  urkundlich erstmals 1352 erwähnt, als Arnold I. von Gerolstein seine dortigen Güter Balduin von Trier gegen Geld überträgt und sie als Lehen zurückerhält.

Die kleine, am Nordhang der Talwand liegende Kapelle des hl. Stefanus stammt nach der Zahl am Portal des Westturms aus dem Jahre 1781; vermutlich bezeichnet dieses Datum jedoch dem Neu- oder Umbau einer älteren Kapelle, denn eine alte Glocke weist die Jahreszahl 1517 auf. Eine zweite, die im Jahre 1917 an die Kriegsmetallsammelstelle abgeliefert werden musste, trug laut Mitteilung des verstorbenen Lehrers Schifferings die Jahreszahl 1792. Diese Glocke wurde im Jahre 2009 aufgrund einer Spende der Jagdpächterfamilie Hünemeyer anlässlich des 70-jährigen Jagdpachtjubiläums durch die Hubertus-Glocke ersetzt.

Michelbach hat sich mit dem familiengeführten Hotel und vielen modernen Ferienwohnungen zu einem gern- und vielbesuchten Erholungsort entwickelt.

Michelbach war 1985 Bezirkssieger der Sonderklasse im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".

 

Autor: Klaus Jansen