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Zwischen dem 16.Juli und 12.August kommt es für Reisende von Gerolstein in Richtung Köln zu längeren Reisezeiten und Teilausfällen

Zwei Tage lang herrschte in Gerolstein das Jazz Fieber, Bands wie die Milchkännchen, Barrelhouse Jazzband, Old Market Stompers, Nina’s Rusty ... read more

Ein ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche „St. Anna“, gestaltet von Schülerinnen und Schülern der ... read more

Die Freiwillige Feuerwehr Bewingen freut sich auf viele Besucher zur diesjährigen Kirmes in Bewingen.

Für die musikalische ... read more

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Es gibt Neuigkeiten aus dem Gerolsteiner Wald An einem zugigen Spätherbstabend im Jahr 1764. Bauer Davit aus Büscheich in der Eifel will so schnell wie möglich nach Hause. Es wird schon dunkel, der Himmel zieht sich immer mehr zu. Im Wald hatte Davit Holz geschlagen und zieht es nun mit seinem Ochsenfuhrwerk aus dem düsteren Wald. Er braucht das Holz, der Winter steht vor der Tür. Es ist ihm nicht wohl dabei, an einem Feiertag zu arbeiten. „Das bringt Unglück“, hatte der Pfarrer immer wieder in seinen Predigten gemahnt. Plötzlich bleiben seine Ochsen einfach stehen. Davit flucht, schwingt die Peitsche. Doch die Tiere bewegen sich nicht von der Stelle. Als Davit kaum noch seine Hand vor Augen sieht, gerät er in Panik. Er steigt vom Wagen, wirft sich auf die Knie und betet. Wenn er nur das Holz unversehrt nach Hause bringen kann, dann wird er an dieser Stelle im Wald ein Kreuz errichten, schwört er bei Gott. Es macht einen Ruck, die Ochsen ziehen den Wagen ruhig und zielstrebig nach Hause. Bis heute steht im Wald bei Büscheich das „Davitskreuz“. Und Bauer Davit hat heute wieder allen Grund zur Freude denn sein Kreuz erstrahlt seit Ende April wieder in neuem Glanz. Nachdem Rost und Frost das Oberteil des Kreuzes vor ca 2 Jahren zerstört hatten wurde es im Steinmetzbetrieb Weber restauriert und lädt jetzt wieder zum Verweilen ein. Danke an alle Beteiligten für den Erhalt dieses Kulturdenkmals. siehe auch Eifelverein Gerolstein
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Die Helenenquelle Gerolstein ist die Brunnenstadt, womit die zahlreichen Mineralquellen im Kylltal gemeint sind. Die bekannteste, von vielen Besuchern genutzte Mineralquelle ist die Helenenquelle. Aus einer Tiefe bis ca. 100 m unter Flur wird das Mineralwasser der Helenenquelle gefördert. Die Förderbohrung steht in den Mergel-, Kalk- und Dolomitgesteinen des Mitteldevons. Diese Schichten sind stark zerklüftet und verkarstet und bilden einen in der ganzen Gerolsteiner Mulde ausgeprägten Karst- und Kluftgrundwasserleiter. Wie ein Schwamm sind diese Gesteine mit tiefem Grundwasser vollgesogen und werden mit frischem Sickerwasser – ca. 10 – 20 % des Niederschlags - weiterhin ständig alimentiert. Diese ständige Grundwasserneubildung ist ein Garant dafür, dass das Mineralwasser im Kylltal nicht versiegt, auch wenn pro Jahr mehrere Millionen Kubikmeter Mineralwasser entnommen werden. Dem Schutz des Grundwassers wird daher in Gerolstein und im Gerolsteiner Land eine herausragende Bedeutung beigemessen. Das Wasser der Helenquelle entspricht dem Haupttypus der Mineralwässer aus der Gerolsteiner Kalkmulde: viel Calcium, Magnesium und Hydrogenkarbonat, bei moderaten Natrium- und Chloranteilen, es ist ein Calcium-Magnesium-Hydrogenkarbonat-Säuerling. Seinen hohen Calcium und Magnesium-Gehalt verdankt das Mineralwasser den devonischen Kalk- und Dolomitgesteinen, aus denen diese Elemente unter Mithilfe des gelösten Kohlendioxids, gemeinhin Kohlensäure genannt, gelöst wurden. Das Mineralwasser kommt mit „nur“ ca. 10 oC aus der Tiefe, es ist ein kaltes Mineralwasser, nur deshalb kann es so viel CO2 aufnehmen. Mit einem pH-Wert von 6,1 ist es ein richtiger Säuerling, und daher auch für den Magen- und Darmtrakt des Menschen sehr bekömmlich. Die ca. 340 mg/l Calcium im Mineralwasser der Helenenquelle sorgen für gesunde Knochen und Zähne, und die ca. 110 mg/l Magnesium sind gut für ausdauernde Muskel- und Denkleistungen, trinken Sie also reichlich! Das „Sprudelgas“ CO2 stammt von dort, wo die basaltischen Magmen herstammen oder auf ihrem Weg nach oben stecken blieben, erkalteten und entgasten. Das ausgasende CO2 stellt die letzte Phase im Lebenszyklus der Eifelvulkane dar und ist sowohl Anzeiger für den kalten Hauch der "schlafenden" Magmen im Untergrund wie auch für das Endstadium des aktiven Vulkanismus an der Erdoberfläche. Dabei wird so viel CO2 freigesetzt, dass man bei Bohrungen zu Anfang des letzten Jahrhunderts im Kylltal auf richtige Kaltwassergeysire gestoßen ist, die bis 57 m in die Höhe schossen.
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Die Kyll – der größte Fluss der Eifel Die Kyll ist mit 127 km der längste Fluss mit dem größten Einzugsgebiet der Eifel. Eigentlich fließt die Kyll mit all ihren Windungen in Südost-Nordwestrichtung zur Mosel hin, in und um Gerolstein verläuft das Kylltal jedoch von Ost nach West, um den harten Klotz der Gerolsteiner Dolomiten herum. Hier die „Rekorde“ der Kyll, deren Wasserstände am Pegel Gerolstein seit 1977 kontinuierlich erfasst werden. Die niedrigsten Wasserstände gab es sommers am 16.07.1980 und am 28.08.1991, so flossen damals nur rund 600 l Wasser pro Sekunde die Kyll hinunter! Ganz anders dagegen die Situation im Winter, als z. B. am 07.02.1984 und am 22.12.1991 ein Hochwasserstand von 274 cm gemessen wurde. Der Wasserstand hat sich dabei „verfünfundfünfzigfacht“, und die Abflussmenge mit 339.000 l/s gar „verfünfhundertsechzigfacht“! Die Urkyll fließt seit Hunderttausenden von Jahren durch die Eifel. Auch  vulkanischen Ereignisse haben den Lauf der Kyll verändert. In Gerolstein schob sich vor 30.000 Jahren der heutige Sarresdorfer Lavastrom in die Kyll und staute diese auf. Der Strom der Kyll hat auch hier den harten Basalt umflossen und sich ins kalkige Nebengestein seitdem gut 3 m tief eingeschnitten. Die Kyll fräste sich also mit ca. 0,1 mm/Jahr ins Gebirge ein. Zumindest in Gerolstein wird die linke Flussseite fast immer von anstehendem devonischem Karbonatgestein gebildet, während die rechte Flussseite von Schotter- und Lehmterrassen, aber auch von hartem Basalt gebildet wird. Der Mensch hat diese Basalt-, Kies- und Lehmterrassen weiter genutzt, für Garten-, Wohn- und Verkehrszwecke. Die Kyll ist ein sauberes Fließgewässer der Güteklasse II. Mit ein bisschen Geduld sieht man  Forellen im Wasser „stehen“, sie warten auf Beute. Oft stehen auch „Fliegenfischer“ im Fluss und warten ebenfalls auf Beute. Beschattet wird die Kyll von Schwarzerlen, dem typischen Baumbestand am Ufer der Eifelbäche und -flüsse.
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Die Buchenlochhöhle In der Buchenlochhöhle – und in der benachbarten Magdalenahöhle - lebte sommers schon vor rund 30.000 Jahren der prähistorische Mensch, Familie CroMagnon kam bis Gerolstein! Der erste moderne Eifelmensch war also nachgewiesenermaßen ein „Gerolsteiner“! Die Buchenlochhöhle ist ca. 30 m lang, bis ca. 4 m hoch und breit, und gehört zu einem im Munterley-Plateau verborgenen Höhlensystem. Ihren Ursprung verdankt die Buchenlochhöhle CO2-haltigem Grundwasser, welches Kalk- und Dolomitgestein - bestehend aus den Mineralen Calcit (CaCO3) und Dolomit (CaMg(CO3)2) - auflösen kann. Dieses CO2 kommt mit dem Regenwasser aus der Luft und aus dem belebten Boden (atmende Mikroorganismen), hier in der Vulkaneifel aber auch aus den Wurzelzonen der Eifelvulkane. Der Prozess des Auflösens von Kalk- und Dolomitgestein heißt Verkarstung, die entstehenden Höhlen – so auch die Buchenlochhöhle - sind Karsthöhlen. Es gibt keine Stalagmiten und Stalagtiten in der Höhle, ein bisschen Kalksinter hat sich auf den Wänden gebildet. Wahrscheinlich hauste schon der Neandertaler in der Buchenlochhöhle. Klare Beweise für den Aufenthalt des modernen Menschen hier in der Eifel – wir reden von der Altsteinzeit vor ca. 30.000 Jahren - wurden in der Buchenlochhöhle und in der Magdalenahöhle gefunden. Diese Artefakte umfassen Elfenbeinringe, Feuersteinabschläge, Faustkeile und Speer- und Pfeilspitzen. In und vor den Höhlen wurden zudem Knochen von Riesenhirsch, Mammut, Wollnashorn, Eisfuchs und Höhlenbär gefunden, wobei natürlich nur der Höhlenbär dort tatsächlich lebte, die anderen Knochen hat der Mensch dorthin verbracht.  Noch heute bewohnt rares Getier die Buchenlochhöhle. Hierzu zählen Fledermäuse und seltene Spinnenarten, wie z. B. die Nestius-Spezies mit den weiß-rot-schwarzen Beinen. Während kriegerischer Auseinandersetzungen hat die Buchenlochhöhle dem Menschen Schutz gewährt, die Bearbeitungsspuren und Auslassungen für Balken sind am Eingang zu sehen. Noch während der schwersten Bombardements im Winter 1944/45 suchten Gerolsteiner Bürger hier Zuflucht. Heute ist die Buchenlochhöhle ein Geotop ersten Ranges, in dem von der Entstehung der Devonriffe über die Verkarstungsphänomene bis hin zur frühen Besiedlung des Gerolsteiner Landes und der Eifel die Erdgeschichte präsent ist. Die Buchenlochhöhle ist ein idealer, naturbelassener Ort für die ganze Familie, der obendrein zu allen Jahreszeiten mit 6o – 10 oC gleichbleibend temperiert und Allergen-frei ist. Hier kann man im Sommer richtig  durchatmen! Und wer die steinzeitlichen Artefakte sehen will, der besucht das Opens internal link in current windowNaturkundemuseum Gerolstein.
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