Die Helenenquelle

Gerolstein ist die Brunnenstadt, womit die zahlreichen Mineralquellen im Kylltal gemeint sind. Die bekannteste, von vielen Besuchern genutzte Mineralquelle ist die Helenenquelle. Aus einer Tiefe bis ca. 100 m unter Flur wird das Mineralwasser der Helenenquelle gefördert. Die Förderbohrung steht in den Mergel-, Kalk- und Dolomitgesteinen des Mitteldevons. Diese Schichten sind stark zerklüftet und verkarstet und bilden einen in der ganzen Gerolsteiner Mulde ausgeprägten Karst- und Kluftgrundwasserleiter. Wie ein Schwamm sind diese Gesteine mit tiefem Grundwasser vollgesogen und werden mit frischem Sickerwasser – ca. 10 – 20 % des Niederschlags - weiterhin ständig alimentiert. Diese ständige Grundwasserneubildung ist ein Garant dafür, dass das Mineralwasser im Kylltal nicht versiegt, auch wenn pro Jahr mehrere Millionen Kubikmeter Mineralwasser entnommen werden. Dem Schutz des Grundwassers wird daher in Gerolstein und im Gerolsteiner Land eine herausragende Bedeutung beigemessen.

Das Wasser der Helenquelle entspricht dem Haupttypus der Mineralwässer aus der Gerolsteiner Kalkmulde: viel Calcium, Magnesium und Hydrogenkarbonat, bei moderaten Natrium- und Chloranteilen, es ist ein Calcium-Magnesium-Hydrogenkarbonat-Säuerling. Seinen hohen Calcium und Magnesium-Gehalt verdankt das Mineralwasser den devonischen Kalk- und Dolomitgesteinen, aus denen diese Elemente unter Mithilfe des gelösten Kohlendioxids, gemeinhin Kohlensäure genannt, gelöst wurden. Das Mineralwasser kommt mit „nur“ ca. 10 oC aus der Tiefe, es ist ein kaltes Mineralwasser, nur deshalb kann es so viel CO2 aufnehmen. Mit einem pH-Wert von 6,1 ist es ein richtiger Säuerling, und daher auch für den Magen- und Darmtrakt des Menschen sehr bekömmlich. Die ca. 340 mg/l Calcium im Mineralwasser der Helenenquelle sorgen für gesunde Knochen und Zähne, und die ca. 110 mg/l Magnesium sind gut für ausdauernde Muskel- und Denkleistungen, trinken Sie also reichlich!

Das „Sprudelgas“ CO2 stammt von dort, wo die basaltischen Magmen herstammen oder auf ihrem Weg nach oben stecken blieben, erkalteten und entgasten. Das ausgasende CO2 stellt die letzte Phase im Lebenszyklus der Eifelvulkane dar und ist sowohl Anzeiger für den kalten Hauch der "schlafenden" Magmen im Untergrund wie auch für das Endstadium des aktiven Vulkanismus an der Erdoberfläche. Dabei wird so viel CO2 freigesetzt, dass man bei Bohrungen zu Anfang des letzten Jahrhunderts im Kylltal auf richtige Kaltwassergeysire gestoßen ist, die bis 57 m in die Höhe schossen.