Feuerwerk der Emotionen

30 Jahre Städtepartnerschaft Digoin - Gerolstein

12es Ligériades in Digoin, das berühmte Stadtfest an der Kanalbrücke wurde dieses Jahr durch die Jubiläumsfeier der dreißigjährigen Städtepartnerschaft mit Gerolstein geadelt.

 

„Zu Freunden Nachhause – herzlicher hätte der Empfang der Gerolsteiner Delegation nicht ausfallen können!“ freute sich Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz in seiner, auch in der Landessprache gehaltenen Begrüßungsansprache bei der Eröffnungsfeier. Diese Meinung teilte die gesamte Gerolsteiner Delegation.

Auch Bürgermeister Matthias Pauly und Ratsmitglied Albert Müller äußerten sich  begeistert von der französischen Gastfreundlichkeit.

 

Bürgermeister, Fabien Genet, Roselyne Sefer, die Präsidentin des Partnerschaftskomitees, und ihr Team hatten ein tolles Programm voller Überraschungen zusammengestellt.

Am Kanalufer waren historische Boote  in den frühen Abendstunden vor Anker gegangen. Die Bruderschaft der  Confrérie de l’épogne aux grattons, der auch Gerolsteiner Delegationsmitglieder angehören, bot ihre Spezialität, den Speckkuchen an. Die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel. Bei Musik und Wein, Gerolsteiner Sprudel und Bitburger Bier,  trafen sich langjährige Freunde wieder.

 

Das bewährte Gerolsteiner Messeteam Michael Hontheim und Stefan Büchel hatten - unterstützt durch Jakob Conen und Klaus Sonntag - alle Hände voll zu tun.

 

In den vergangenen dreißig Jahren hatte es trotz 620 km Entfernung vielfältige Begegnungen von Bürgern, Schülern, Mitgliedern der Sport- und Musikvereine zwischen Gerolstein und Digoin gegeben. Daran erinnert eine Ausstellung in den großzügigen Räumlichkeiten der Bibliothek. Gerolsteiner Wappen, Fahnen und aufwendig gestaltete Großformat-Bilder von Gerolstein begrüßen die Besucher in der Eingangshalle.  Ein „Baum der Freundschaft“ war von Schülern in den Stadtfarben von Gerolstein mit deutschen Gedichten und deren Übersetzung in die französische Sprache geschmückt. Kinder und Jugendliche hatten das Thema der französisch-deutschen „Jumelage“ in Zeichnungen dargestellt.

 

Besondere Aufmerksamkeit fand die Präsentation des Gerolsteiner Brunnen bei Einheimischen und Gästen. Neben der Produktpalette, wurden Informationen aus den Marketingmodulen „125 Jahre Wasser mit Stern“ und der Kampagne der gastro-sommelier.de/gerolsteiner-zum-wein  „Wasser und Wein“ vorgestellt.

 

Die Videopräsentation „Komm mit nach Gerolstein“ (von Clara Zins-Grohé) begleitet von fröhlichen, deutschen Volksliedern machte Franzosen Lust auf einen Gegenbesuch der Heimatstadt der Gäste.

Das Geburtstagsgeschenk der Brunnenstadt an die Bürger von Digoin sollte etwas Besonderes sein – etwas für jung und alt. Was wäre da besser geeignet gewesen, als eine massive Parkbank, produziert von den  Gerolsteiner Westeifel Werkstätten, die sogar den Produktnamen „Gerolstein“  trägt.

Wie goldrichtig dieses Geschenk ausgewählt war, zeigte sich bei einer besonders ehrenvollen Überraschung, die unsere  Partnerstadt für uns bereit hielt: Der wohl schönste Platz in Digoin, direkt an der romantischen Kanalbrücke (près du pont-canal)  gelegen, wurde auf den Namen “square Gerolstein“  gewidmet.

 

In einem gebührend festlichen Umzug vom Place de la Grève, vorbei an der Kirche, angeführt durch die Gerolsteiner Stadtsoldaten unter Beteiligung der Bevölkerung und Volksvertretern, Vereinen, wie z.B. Jugendfeuerwehr, Handballclub und vielen mehr, wurde der parkähnlich angelegte Platz mit wunderschönem altem Baumbestand erreicht.

 

Unter großem Beifall, begleitet von Fanfarenklängen der Gerolsteiner Stadtsoldaten, wurde die Namenstafel feierlich enthüllt. Die Musiker, auf die die Gerolsteiner zurecht stolz sein können, führten mithilfe vorhergehender Extra-Proben ein musikalisches Bonbon im Gepäck. Klaus Wollwert hatte ein Potpourri deutsch-französisch-europäischer Melodien komponiert.

Ein Höhepunkt folgte dem nächsten. Im festlich geschmückten großen Saal des Rathauses fand einer der emotionalsten Festakte statt. Fabien Genet, Friedhelm Bongartz und Matthias Pauly zeigten in ihren Ansprachen (soweit erforderlich, übersetzt durch Mireille Vit)  die wichtige Bedeutung der Städtepartnerschaften als Fundament der Aussöhnung nach den schrecklichen Kriegen, als Basis der heutigen europäischen Politik  und der Chancen zur Festigung von Sicherheit und Frieden. Sie bedankten sich bei allen, die durch bürgerschaftliches Engagement einen Beitrag leisteten.

 

Zur besonderen Würdigung wurden an vier Personen die Verdienstmedaillen der Stadt Digoin überreicht: an Roland Desmonet als Begründer des Schüleraustauschs zwischen den Gymnasien von Digoin und Gerolstein, an Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz als Unterstützer der Städtepartnerschaft, an Roselyne Sefer, engagierte Präsidentin des „comité de jumelage“,  und  an Evi Linnerth, Vorsitzende des Gerolsteiner Fördervereins.  Besonders emotional wurde es, als der damalige Bürgermeister von Digoin, Michel Lacroix,  - schwer an  Parkinson erkrankt  - ans Rednerpult trat und in bewegenden Worten an die Unterzeichnung  der Partnerschaftsurkunde 1987 erinnerte: „Ich bin sehr erfreut, die Fortsetzung dieser Partnerschaft zu sehen.“

 

Zu deren Festigung besiegelten die heutigen Bürgermeister erneut die Urkunde, um damit den Willen auszudrücken, auch weiterhin die Freundschaft zu pflegen und durch Begegnungen vielfältigster Art am Leben zu erhalten.

Der Abschluß der Feierlichkeiten  wurde  in festlichem Rahmen mit einem großen Diner begangen in dem die Bürgermeister Fabien Genet. und Friedhelm Bongartz den Freundschaftspakt beiderseits in französischer Sprache unter "standing ovations" und Fanfarenklängen bekräftigten.

 

Informationen zu den Anfang Oktober in Gerolstein stattfindenden Feierlichkeiten finden Sie unter Opens external link in new windowwww.Partnerstadt-Gerolstein.de